Krüger, Kruger, Krueger

Heute sind wir im Krüger Nationalpark angekommen. Die Fahrt von Johannesburg aus hat ca. 3,5h gedauert. Direkt bei der Einfahrt, noch vor dem Tor zum Park, offenbarte sich uns eine Herde Elefanten 🐘. Schon mal sehr vielversprechend 😄. Nach einer kurzen Kontrolle am Tor durften wir dann einfahren. Unsere Unterkunft ist direkt im Park. Der Weg dahin hat noch mal 20 Minuten gedauert. Der Park ist riesig. Im flächenmäßigen Vergleich ist der Krüger etwas größer als der Staat Israel. Wir sind ganz im Süden, wo es auch die meiste Fauna zu sehen gibt. Viel Zeit für Safari blieb heute leider nicht. Auf den Straßen im Park ist wenig los, da hat Sandra sich zum ersten Mal überhaupt auf die falsche Seite im Auto gesetzt und uns durch die Pampa gefahren 😄

Unsere rustikale Unterkunft im Berg-En-Dal Restcamp haben wir schon bezogen und danach noch kurz das nötigste eingekauft. Direkt an unserer Unterkunft ließen sich dann ein paar Buschböcke blicken lassen, die bereitwillig für Fotos posierten 🥰

Heut Abend gab es Burger vom Braai. Das mögen alle und ist schnell gemacht 🤤. Morgen heißt es für uns ganz früh aufstehen und dann direkt ins Auto. Die Zeit der Dämmerung ist wohl die beste für Tierbeobachtungen.

Anreisetag

Tag 2 – Ausflug zum Skukuza Camp

5 Uhr klingelte der Wecker. Aber die Aufregung machte es einfach, aus dem Bett zukommen. Kurz aus dem Moskitonetz herausgekämpft, ein schnelles Frühstück und dann ab ins Auto🚗!!!

Die Strecke für den Tag betrug ca. 90 km. Auf den Hauptstraßen durfte man 50km/h fahren auf ungeteerten Nebenstraßen maximal 40. Beides absolut utopisch, wenn man auch was sehen möchte. Mit dem Fernglas und unseren beiden Superspionen auf dem Rücksitz ging es los. Es dauerte auch nicht lang und wir konnten auf Anhieb ein Löwenmännchen beobachten. Zwar weit weg und gut getarnt, aber er war da👏🏼. Dann begegneten wir einer Herde Elefanten mit Jungen. Das fühlte sich doch schon sehr besonders an. Kurz darauf kreuzten Hyänen ebenfalls mit Nachwuchs die Straße und wir kamen richtig dicht heran und konnten tolle Aufnahmen machen. Wir hakten fleißig unsere Tierliste in Gedanken ab. Es folgten noch Zebras, Gnus und Strauße bis wir für eine Kaffee- und Pipipause an einem Rastplatz ankamen. Wir hatten gerade mal 30 km geschafft und waren schon 4h unterwegs. Verrückt😳!

Kurz nach dem Mittag erreichten wir dann das Skukuza Restcamp. Hier verbrachten wir unsere Mittagspause. Das Camp liegt direkt am Fluss und wir konnten Krokodile und eine entspannte Büffelherde beobachten. Langsam wurde die Zeit knapp und wir musste dann ziemlich zügig zurück, um pünktlich zu unserer gebuchten Safari zu kommen. Also Speedsafari auf dem Rückweg!!! –> nur Halt bei spektakulären Tieren☝🏼.

Etwa 16 Uhr kamen wir wieder an und dann nach ganz kurzer Pause ging es schon in den offenen Safari- Jeep. Wir durften uns auch ein Tier wünschen….natürlich LÖWE❗❗❗ (Der von heute morgen war ja kaum zu erkennen)!!! Mal schauen, ob das klappt🙏🏼. Eine weitere Familie gesellte sich zu uns. Direkt nach wenigen Minuten entdeckte ich, Mama mit Superaugen, eine weißes Nashorn direkt an einem Berg. Nashörner sind im Krüger schwer zu finden, da es nur wenige gibt und ihre Standorte nicht öffentlich geteilt werden dürfen, um sie vor Wilderern zu schützen. Was ein Glück🍀! Leider sind sie meist auch weit entfernt von den Autos, so dass Nahaufnahmen sehr schwer sind. Mit dem Fernglas hatten wir allerdings eine tolle Sicht. Und das Glück blieb uns gewogen. Kurz darauf durften wir noch eine ganze Herde Nashörner bestaunen. Es wurde dann schnell dunkel. Nieselregen und frischer Wind machten die Fahrt dann doch wenig angenehm. Eine Stunde lang sahen wir eigentlich keine Tiere. Meine Hoffnung auf einen Löwen, war dann schnell getrübt😓.

Dann der Anruf eines Ranger- Kollegen: Löwe in der Nähe! Also Gas geben und tatsächlich…. eine Löwenmännchen trabte über die Straße und machte es sich nicht weit entfernt im Gebüsch gemütlich. Wahnsinn🤩!

Tag 3 – Erkundung rund um das Berg-En-Dal Restcamp

Tag 3 begann für uns etwas entspannter. die letzten Tage waren schon anstrengend. Daher entschieden wir uns für einen ruhigeren Tag. Wir brachen kurz nach 7 Uhr auf und erkundeten die nähere Umgebung rund um das Camp. Es war Zeit endlich mal die Nebenstraßen ausgiebig zu testen. Unsere Suzuki schaffte alle Wege recht mühelos, aber leider ohne viel Komfort. Es rumpelte ziemlich. Belohnt wurden wir aber trotzdem mit vielen Tierbegegnungen. Sogar eine Nashornmama mit Kind war relativ nah am Auto. Leider war das schnelle Bremsen des Autos zu laut und die beiden verschwanden fix im Unterholz🙈😩. So ein Mist.

Am Nachmittag kehrten wir zurück zum Camp und die Kinder machten es sich gemütlich im Haus. Toni und ich fuhren dann nochmal zum Wasserloch um die Ecke. Ein toller Spot, wenn zur Dämmerung dort Elefanten, Zebras und Büffel erscheinen und sich erfrischen. Eine Giraffe kreuzte auch direkt auf dem Hinweg die Straße und es war spektakulär, wie nah sie am Auto vorbeilief. Kurz vor der Rückfahrt überraschte uns noch ein riesiger Elefant, der zum Trinken kam.

Zum Abend wurde natürlich wieder das Feuer entfacht. Bennet machte nun immer den Braai bereit und grillte fleißig Burger🔥.

Tag 4 – Ausflug zum Crocodile Bridge und Lower Sabie Restcamp

Und da war er schon. Der letzte volle Tag hier im Krüger. Zum Schluss sollte es nochmal Action geben. Es waren noch ein paar Tier offen auf unserer Liste. Die 110km lange Route zum Lower Sabie- Camp versprach hohe Chancen auf Wildkatzen. Und ich war Fahrer…yeah🙄!

6 Uhr ging es also los. Und schon kurz nach Abfahrt bildete sich eine Autoschlange vor uns. UHHHHHH😯! Erstmal wussten wir nicht, was die Leute gesehen hatten. Also Fernglas her und absuchen. Und ganz aus dem Nichts….eine weiße, flauschige Schwanzspitze bewegte sich durch das hohe Gras. AUFREGUNG❤️! LEOPARD🥰! Da war es. Das letzte fehlende Teil zum Big 5 💥👏🏼- Puzzle. Ein Foto gelang uns leider nicht, aber noch ein kurzer Blick auf das ganze Tier für 2 Sekunden. Dann verschwand er wieder. Wunderschön❗

Auf dem Weg bestaunten wir dann noch Flusspferde, eine Menge Giraffen, Elefanten und Zebras. Das Crocodile Bridge Camp erreichten wir schon am Vormittag nach Plan. Kurz die Reserven aufgefüllt und die Beine vertreten. Dann ging es schon weiter. Zur Mittagszeit kamen wir auch schon am Lower Sabie an . Das Camp war wirklich toll. Das Restaurant war direkt am Fluss. Die Sonnte lachte und wir freuten uns über die Aussicht auf Elefanten im Wasser und trinkende Giraffen, was btw wirklich witzig aussieht.

Die Landschaft ist hier um das Lower Sabie- Camp auch ganz anders. Offene Steppe und Gras prägen das Bild. Perfekt für Großkatzen. Mit neuer App auf dem Handy erfuhren wir auch, dass in der Nähe eine Löwe sein soll. Also mal los. Die Autos stapelten sich bereits. Helene machte dann die entscheidende Sichtung💪🏼. Ein Löwenweibchen chillte in der Sonne auf einem Stein. Es war großartig.

Das Problem im Krüger ist, dass man das Auto niemals außerhalb der Camps verlassen darf. Wenn die Blase aber drückt, wird’s unangenehm. Irgendwann geht es dann nicht mehr. Bennet hatte sicher gehörig Adrenalin im Blut, als er mal kurz aussteigen musste. „Hintern ans Auto und Speedpinkeln!!!!🫨“ Ein schneller Fahrerwechsel musste dann auch noch her. 1,2,3 und los⏰!

Den letzten Abend verbrachten wir dann im Camp- Restaurant und teilten unsere Krokodil- Vorspeise mit zwei Buschbabies. So niedliche Tiere, die mal eben 2m aus dem Stand springen können. Für die Kids gabs dann noch die obligatorischen Souvenirs. Endlich ein Taschenmesser für den Jungen, was auch anschließend beim Schnitzen noch ausprobiert werden musste. Direkt am Camp hörten wir dann noch eine Elefantenherde in der Dunkelheit. Wirklich sehr cool❤️.

Am nächsten Morgen packten wir schon unsere Sachen zusammen und fuhren Richtung Flughafen. Auf dem Weg holte uns nochmal kurz die Realität und Brutalität des Lebens ein. Ein Gruppe Paviane tummelte sich am Straßenrand. So niedlich, wie man denkt, sind die aber nicht. Ein kleines Impala- Baby war wohl ihr Frühstück und wurde in der Gruppe geteilt. Das war schon schockierend, auch wenn man das alles schon 1000x im TV gesehen hat. Life ist eben anders.

Vollgepackt mit unglaublichen Eindrücken ( siehe Video unten!!!) verließen wir dann den Park und wissen schon jetzt, dass wir wiederkommen werden. Nicht mal 1/4 haben wir gesehen und sind jetzt schon süchtig ❤️❤️❤️und uns fehlt noch der Gepard!

XOXO😘

Sandra und Toni

Bewegtbildproduktion

Verfasst von

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert