
Station 6 ist erreicht. Ankunft in der Karibik und und auf der Schildkröteninsel Tortuguero. 3 Stunden Autofahrt über Schotter und Schlaglöcher haben wir hinter uns. Unser Navi hatte uns einmal in eine Sackgasse geschickt, was aber kein Beinbruch war, sondern eine schöne Gelegenheit die Drohne mal auszupacken. Tortuguero darf nicht mit dem Pkw befahren werden, daher war unser Stopp an der Anlegestelle. Für 3 Nächte geben wir unser Auto in fremde Hände. Mit dem Wassertaxi ging es (wirklich unkompliziert !!!) ca. 1h über den Fluss zu unserer Unterkunft. Mitten durch den Regenwald und mit 3 Kaimansichtungen waren wir richtig happy. Gefühlt wurde um uns herum nur deutsch gesprochen. Eine nette Familie hatte das gleiche Ziel.
Unsere Hütte (wirklich sehr spartanisch) liegt inmitten eines wunderschönen Gartens und ein sehr großer Leguan ist unser Nachbar. Toll ist auch, dass wir genau zwischen Fluss und Strand sind und eine Landebahn für kleinere Flugzeuge quasi hinterm Haus ist. Also immer schön nach rechts und links schauen, wenn man zum Strand geht. Die Insel ist gerade mal 200m breit.
Für heute lassen wir den Abend gemütlich ausklingen. Direkt in der Unterkunft ist ein Restaurant integriert, das wir heute ausprobieren.
(18.08.22, LG Sandra)

























Tag 2 im All Rankins Lodge. Heute morgen ist Sandra schon um 5 aufgestanden um am Strand nach Schildkröten Ausschau zu halten. Mit Erfolg. Eine große Wasserschildkröte grub gerade ihr Nest. Ich habe die frühen Morgenstunden genutzt um die Drohne fliegen zu lassen 🙂 So schön gelegen die Anlage ist, so sehr eingeschränkt ist man hier leider auch. Ohne Auto und nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten sind wir quasi hier gestrandet. Daher überlegen wir gerade, ob wir eine Nacht verkürzen und einen kurzen Zwischenstopp auf der Reise zum nächsten Ziel einlegen. Heißer Kandidat: Cahuita. Wir halten euch auf dem Laufenden! Update: Wir haben eine Nacht verkürzt und konnten einen Tag eher am nächsten Ziel anreisen 🙂






Kajak Tour
Heute Nachmittag haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen mit unseren deutschen Nachbarn eine geführte Kajak-Tour in den Dschungel zu machen. Schnell gebucht und los ging’s. Mit dem Wassertaxi ging es im Affenzahn zur Ablegestelle in Tortuguero, wo unsere zweistündige Fahrt begann. Es war eine gelungene und aktive Abwechslung und ein schönes Abenteuer für die Kleinen. Vom Fluss aus sind wir mehrmals in Seitenarme abgebogen, die sich durch Unterholz schlängelten.
Nach der Tour waren wir dann noch im Ort essen und haben den Abend ausklingen lassen. Ein wirklich gelungener Tag 🙂 (LG Toni, 19.08.22)













SCHILDKRÖTEN!!!
Oh mein Gott!!! Das war ein Hauptgrund dieser Reise für mich! Meeresschildkröten bei der Eiablage oder sogar Babyschildkröten am Strand beobachten. All das sollte in Tortuguero, was soviel wie Hafen der Schildkröten bedeutet, wahr werden. Schon vor der Ankunft wurden wir gefragt, ob wir eine Nachttour machen wollen, um den Tieren ganz nah zu sein. Wir verschoben die Tour auf den Folgetag und waren gespannt.
Andere Gäste im Hotel unternahmen das Programm einen Abend vor uns und wir wollten natürlich Berichte.!!! Ok, das Urteil war ernüchternd. Der Guide sehr streng und anstrengend, keine Fotos oder Videos, geschweige denn Licht. …hmmm..mit 2 Kindern, 2 h leise sein und dann nicht mal einen Beweis….Ääääh nö!
Schweren Herzens sagten wir die Tour ab. Natürlich nicht ohne einen Plan B. Morgens um halb 5 den Wecker gestellt und ab zum Strand…kann ja nicht so schwer sein. Es dämmerte bereits und wir fühlten uns wie Verbrecher, weil das Betreten in der Nacht allein verboten ist.
Strategisch suchten wir den Strand nach belegten Nestern ab…nach ca. 10 Minuten war es soweit. Eine Mamaschildkröte (wahrscheinlich Lederschildkröte) war schwer am „Schuften und Schaufeln“. Was für ein Glück. Sie war müde und geschafft und legte immer wieder Pausen ein, um sich zu erholen. Etwa eine halbe Stunde später und bei schönstem Licht hievte sie sich aus dem Nest, um den Heimweg Richtung Meer anzutreten. Es war atemberaubend dieses großes Tier bei diesem beschwerlichen Weg zu begleiten. Sie bemerkte uns kaum und hatte nur das Wasser und die aufgehende Sonne im Blick. Die Zeit verging und dann hatte sie es geschafft und spürte wieder das Meer um den Panzer . Die kommende Genration ist gesichert und wir waren wahrscheinlich mindestens so glücklich wie die Schildkrötenmama.












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